Donnerstag, 24. Oktober 2013

Römische Badetradition und reichsstädtisches Erbe im fränkischen Weißenburg


Die Altstadt von Weißenburg ist geprägt von Bürger- und spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern. Foto: djd/Tourist-Information Weißenburg


(mpt-12/365). Wer im Urlaub auf Entdeckungsreise gehen möchte, ist meist gut beraten, sich ausreichend Zeit dafür zu nehmen. Dies gilt beispielsweise auch für eine Erkundungstour durch das fränkische Weißenburg. Die Stadt zählt mit etwa 18.000 Einwohnern zwar nicht zu den größten Städten in Deutschland, ist aber dennoch kulturell wie landschaftlich einen Besuch wert. So ist die frühere Römer- und ehemalige freie Reichsstadt nicht allein aufgrund ihrer schönen Lage inmitten des Naturparks Altmühltal und des Erholungsgebiets "Fränkisches Seenland" als Reiseziel von Interesse - auch die Stadt selbst ist voller Überraschungen und hält vom größten römischen Schatzfund über die eindrucksvolle Hohenzollernfestung bis zu den antiken Thermen einiges aus mehr als 2.000 Jahren Geschichte bereit.

Kulturelle Abwechslung genießen

Auf alle Kulturbegeisterten wartet in Weißenburg ein großes Spektrum an Konzerten, Festen und Märkten. Die Luna Bühne beispielsweise erfreut ihre Besucher ganzjährig mit mehr als 100 komödiantischen und kabarettistischen Aufführungen. Weitere kulturelle Highlights in Form von Kammer-, Swing-, Dixie-, Jazz- und Blueskonzerten erwarten Gäste in den Reihen "Kultur am Markt" und "Musica Biriciana - Musik in alten Mauern". Doch auch die Altstadt lockt mit einer Vielzahl an weiteren Events wie dem traditionellen Altstadtfest. Über die verschiedenen Veranstaltungen informiert vor Ort die Tourist-Information Weißenburg.

In die Vergangenheit reisen

Auch die Fülle an Bau- und Kunstschätzen begeistert Besucher der Stadt stets aufs Neue. Noch heute prägen spätmittelalterliche Fachwerk- und barockisierte Bürgerhäuser das Bild der Stadt und zeugen damit vom ehemaligen Wohlstand der Bewohner. Daneben stoßen Besucher auf ihrem Weg durch die schöne Altstadt auch auf geschichtsträchtige Spuren der ehemaligen Reichsstadt. Dazu gehören das gotische Rathaus, die spätgotische St. Andreaskirche, die weitgehend erhaltene Stadtmauer sowie die dazugehörigen 38 Türme und das Ellinger Tor, das zu den schönsten Stadttoren Deutschlands zählt. Weitere Sehenswürdigkeiten rund um ( http://www.weissenburg.info/reise ) die römische Geschichte Weißenburgs sind der spektakuläre Römerschatz im Römermuseum, das teilrekonstruierte imposante Kastell Biriciana und das Bayerische Limes-Informationszentrum.

Hohenzollernfestung besichtigen

Hoch über Weißenburg thront die mächtige Hohenzollernfestung Wülzburg. Foto: djd/Tourist-Information Weißenburg 

Hoch über Weißenburg thront ein beeindruckendes Denkmal des deutschen Renaissance-Festungsbaus: die mächtige Hohenzollernfestung Wülzburg. Eindrucksvoll sind dabei nicht nur die fünf Bastionen, sondern auch der Festungsbrunnen. Er hat eine Tiefe von 143 Metern und zählt damit zu den tiefsten europäischen Festungsbrunnen, die jemals händisch gegraben wurden. Zur Besichtigung empfiehlt sich ein geführter Rundgang über die Anlage. Informationen zur Geschichte der Hohenzollernfestung erhalten Gäste auch an der Innenhof-Ostseite am Infopoint.

In die Bäderkultur der Antike eintauchen

Eine weitere Attraktion für geschichtsinteressierte Besucher ist die freigelegte römische Thermenanlage, die Aufschluss über die Bäderkultur der Antike gewährt. Die Bäderanlage ist nicht nur fast 3.000 Quadratmeter groß, sondern vor allem außergewöhnlich gut erhalten, so dass Gäste sie bei einem Rundgang gut überblicken können. Vom Führungssteg aus sind alle Räumlichkeiten zu begutachten: von den Überresten der ehemaligen Sporthalle bis zu Stücken des alten Gymnastikhofs, der noch heute die Bedeutung der Therme als sozialer Mittelpunkt verdeutlicht. Schließlich traf man sich hier nicht nur zum Sport, sondern auch, um Geschäfte abzuwickeln und politische Themen zu erörtern.


Quelle: djd / Tourist-Information Weißenburg

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Mountainbiking mit bis zu 2.000 Watt Unterstützung

Foto: djd/Hartje

(mpt-12/429). Elektromobilität ist in aller Munde, sogenannte E-Bikes erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Allein 2012 konnte die Zahl der verkauften Pedelecs, wie die Fahrräder mit Elektrounterstützung auch genannt werden, um 15 Prozent auf rund 380.000 gesteigert werden. Nach Informationen des Zweirad-Industrie-Verbands fahren demnach heute an die 1,3 Millionen E-Bikes auf Deutschlands Straßen.

Unterschiedliche Elektrofahrräder

Bei den Elektrofahrrädern werden folgende Typen unterschieden: Pedelecs (Pedal Electric Cycle), die den Radler mit einem E-Motor mit höchstens 250 Watt und einem Tempo bis 25 Stundenkilometer beim Treten unterstützen, und schnelle Pedelecs, bei denen der Motor erst bei 45 Stundenkilometern abschaltet. Für letztere Modelle ist eine Betriebserlaubnis oder eine Einzelzulassung des Herstellers durch das Kraftfahrtbundesamt erforderlich. Fahrer, die nach dem 1. April 1965 geboren sind, benötigen zudem mindestens einen Mofaführerschein. Weil S-Pedelecs und E-Bikes ähnlich wie Mofas mit Elektromotor nicht nur mit Pedalen gefahren werden können, ist außerdem ein Versicherungskennzeichen gefordert.

Rechtliche Grundlagen für E-Bikes

95 Prozent der verkauften E-Bikes gehören zur Gruppe der sogenannten Pedelecs, die mit einer Motorleistung von 250 Watt und einer Motorunterstützung beim Treten bis maximal 25 Stundenkilometer gesetzlich als Fahrräder eingestuft werden. Einige Modelle sind zudem mit einer Anfahrhilfe bis sechs Stundenkilometer ausgestattet. Das heißt: Bis zu dieser Geschwindigkeit muss nicht getreten werden. Auch diese Pedelecs gelten als Fahrräder und dürfen ohne Zulassung und Versicherung gefahren werden. Eine Helmpflicht wird generell für E-Bikes voraussichtlich auch künftig nicht bestehen.

Mountainbike mit E-Power: E-Mountainbiking abseits befestigter Wege

Viele neue Modelle und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Antriebs- und Akkutechnologien haben dazu beigetragen, dass das Radfahren mit Elektrounterstützung immer mehr Anhänger findet. Deshalb hat beispielsweise der deutsche Hersteller Conway, bekannt für sein sportliches Mountainbike-Programm, jetzt ein MTB mit E-Power herausgebracht. Der vollgefederte "E-Rider" bietet mit modernster Lithium-Ionen-Power-Cell-Technologie eine Leistung von bis zu 2.000 Watt. Der Bike-Spaß auch jenseits befestigter Wege ist in der "Extreme"-Version für 6.999,95 Euro und in der "Performance"-Version für 5.499,95 Euro (Einzelhandelsverkaufspreis) zu haben. Weitere Informationen und Händler in der Nähe gibt es unter (www.conway-bikes.de)

Quelle: djd/Hartje